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Insolvenzantrag des Dominikus-Krankenhaus

23. Mai 2016 | Bürgerverein Heerdt e.V.

Presseerklärung der linksrheinischen Bürgervereine zum Insolvenzantrag des Dominikus-Krankenhaus (in Eigenverwaltung)

Die Bürgerschaft des linksrheinischen Düsseldorf steht einig zu dem Standort Düsseldorf-Heerdt.

Am 12. Mai trafen sich Vertreter der linksrheinischen Bürgervereine (Heerdt, Lörick, Niederkassel und VVV) mit dem ärztlichen Direktor des Dominikus Krankenhauses, Dr. Christof Wald, und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Reiner Krause, um die aktuelle Situation nach dem Bekanntwerden des Insolvenzantrages zu besprechen.
Offen und fachkundig wurde über die Lage berichtet: Die Kosten eines Umbaus während des laufenden Krankenhaus-Betriebes sind in einer Weise gestiegen, dass diese aus den operativen Einnahmen nicht bewältigt werden können. Es droht die Zahlungsunfähigkeit. Ohne einen neuen Investor scheint dieses Problem nicht zu lösbar zu sein.

Gleichzeitig berichteten die Vertreter der Bürgervereine, dass sich in der Bevölkerung bereits große Sorge um das Heerdter Krankenhaus breitgemacht hätte. Die Frage, ob der Standort, der vor zehn Jahren in einem beispiellosen Schulterschluss zwischen Krankenhaus, Politik, linksrheinische Bürgervereinen und Bürgerschaft gesichert werden konnte, wieder zur Disposition stünde, ist das vorherrschende Thema unter den Bürgerinnen und Bürgern im linksrheinischen Düsseldorf.

Die Bürgervereine stehen weiterhin voll und ganz hinter dem Standort Heerdt und wollen dieses Signal auch an einen zukünftigen Investor weitergeben, in der Hoffnung, dass dieser die wesentliche Grundstruktur des Dominikus- Krankenhauses in Zukunft nachhaltig weiter betreiben wird und somit der sehr kompetenten und beliebten Ärzteschaft sowie dem Pflegepersonal eine sichere Zukunft bietet. Nur so kann dem weiteren Bevölkerungszuwachs im linksrheinischen Düsseldorf Rechnung getragen werden und den Bürgerinnen und Bürgern eine große Sorge genommen werden.

Wir teilen die Auffassung des Beigeordneten Meyer-Falcke, dass die Bevölkerungsentwicklung in die Bettenplanung einbezogen werden muß. Genau deshalb sollte aber das Dominikus-Krankenhaus unbedingt erhalten bleiben. Das linksrheinische Düsseldorf und insbesondere Heerdt wachsen derzeit rasant. Daher beruht die Forderung der Erhaltung des Dominikus-Krankenhauses nicht auf nostalgischer Gefühlsduselei, sondern auf bürgerschaftlichem Engagement für eine klar medizinisch begründete Notwendigkeit.

Clemens Sökefeld
1. Vorsitzender des Heerdter Bürgervereins.